{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/666b02fe6312350012f9ce18/6a994200e7a9fe24784f4ee3?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Ski Aggu trifft Jens Spahn","description":"<p>Nachtgedanken (Heinrih Heine)</p><p><br></p><p>Denk ich an Deutschland in der Nacht,</p><p>Dann bin ich um den Schlaf gebracht,</p><p>Ich kann nicht mehr die Augen schließen,</p><p>Und meine heißen Tränen fließen.</p><p>Die Jahre kommen und vergehn!</p><p>Seit ich die Mutter nicht gesehn,</p><p>Zwölf Jahre sind schon hingegangen;</p><p>Es wächst mein Sehnen und Verlangen.</p><p>Mein Sehnen und Verlangen wächst.</p><p>Die alte Frau hat mich behext,</p><p>Ich denke immer an die alte,</p><p>Die alte Frau, die Gott erhalte!</p><p>Die alte Frau hat mich so lieb,</p><p>Und in den Briefen, die sie schrieb,</p><p>Seh ich, wie ihre Hand gezittert,</p><p>Wie tief das Mutterherz erschüttert.</p><p>Die Mutter liegt mir stets im Sinn.</p><p>Zwölf lange Jahre flossen hin,</p><p>Zwölf lange Jahre sind verflossen,</p><p>Seit ich sie nicht ans Herz geschlossen.</p><p>Deutschland hat ewigen Bestand,</p><p>Es ist ein kerngesundes Land,</p><p>Mit seinen Eichen, seinen Linden</p><p>Werd ich es immer wiederfinden.</p><p>Nach Deutschland lechzt' ich nicht so sehr,</p><p>Wenn nicht die Mutter dorten wär;</p><p>Das Vaterland wird nie verderben,</p><p>Jedoch die alte Frau kann sterben.</p><p>Seit ich das Land verlassen hab,</p><p>So viele sanken dort ins Grab,</p><p>Die ich geliebt - wenn ich sie zähle,</p><p>So will verbluten meine Seele.</p><p>Und zählen muß ich - Mit der Zahl</p><p>Schwillt immer höher meine Qual,</p><p>Mir ist, als wälzten sich die Leichen</p><p>Auf meine Brust - Gottlob! Sie weichen!</p><p>Gottlob! Durch meine Fenster bricht</p><p>Französisch heitres Tageslicht;</p><p>Es kommt mein Weib, schön wie der Morgen,</p><p>Und lächelt fort die deutschen Sorgen.</p><p><br></p><p>Denk ich an Deutschland in der Nacht,</p><p>Dann bin ich um den Schlaf gebracht,</p><p>Ich kann nicht mehr die Augen schließen,</p><p>Und meine heißen Tränen fließen.</p><p>Die Jahre kommen und vergehn!</p><p>Seit ich die Mutter nicht gesehn,</p><p>Zwölf Jahre sind schon hingegangen;</p><p>Es wächst mein Sehnen und Verlangen.</p><p>Mein Sehnen und Verlangen wächst.</p><p>Die alte Frau hat mich behext,</p><p>Ich denke immer an die alte,</p><p>Die alte Frau, die Gott erhalte!</p><p>Die alte Frau hat mich so lieb,</p><p>Und in den Briefen, die sie schrieb,</p><p>Seh ich, wie ihre Hand gezittert,</p><p>Wie tief das Mutterherz erschüttert.</p><p>Die Mutter liegt mir stets im Sinn.</p><p>Zwölf lange Jahre flossen hin,</p><p>Zwölf lange Jahre sind verflossen,</p><p>Seit ich sie nicht ans Herz geschlossen.</p><p>Deutschland hat ewigen Bestand,</p><p>Es ist ein kerngesundes Land,</p><p>Mit seinen Eichen, seinen Linden</p><p>Werd ich es immer wiederfinden.</p><p>Nach Deutschland lechzt' ich nicht so sehr,</p><p>Wenn nicht die Mutter dorten wär;</p><p>Das Vaterland wird nie verderben,</p><p>Jedoch die alte Frau kann sterben.</p><p>Seit ich das Land verlassen hab,</p><p>So viele sanken dort ins Grab,</p><p>Die ich geliebt - wenn ich sie zähle,</p><p>So will verbluten meine Seele.</p><p>Und zählen muß ich - Mit der Zahl</p><p>Schwillt immer höher meine Qual,</p><p>Mir ist, als wälzten sich die Leichen</p><p>Auf meine Brust - Gottlob! Sie weichen!</p><p>Gottlob! Durch meine Fenster bricht</p><p>Französisch heitres Tageslicht;</p><p>Es kommt mein Weib, schön wie der Morgen,</p><p>Und lächelt fort die deutschen Sorgen.</p><p><br></p><p>Spare mit dem Code <em>AB17</em> ganze 20% auf deine Bestellung bei Giesswein: <em>https://serv.linkster.co/r/1qdkaSnEW5</em></p><p><br></p>","author_name":"Tommy Wosch & Kathrin Wosch"}