{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/61e97e498ad1d30012c50117/6a99530abe98057961f2bf68?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"#279 Ostdeutschland: Eigentumslos in die Arme der AfD?","description":"<p>Wahlen im Osten, Unruhe im Land und ein Immobilienmarkt, der mehr erzählt als jede Sonntagsfrage: In dieser Folge geht es um die Frage, warum sich in Ostdeutschland so viele Menschen trotz Arbeit abgehängt fühlen – und was fehlendes Eigentum damit zu tun hat. Ausgangspunkt ist die Forschung des Soziologen Steffen Mau (Humboldt-Universität, Sachverständigenrat), der zeigt, dass Transferleistungen, sanierte Rathäuser und neue Autobahnen allein kein Vermögen schaffen. Entscheidend ist, ob Menschen selbst Eigentum aufbauen können und wirtschaftlich handlungsfähig werden.</p><p><br></p><p>Anhand der Wohneigentumsquoten im Deutschlandatlas wird sichtbar, wie deutlich der Osten im Vergleich zum Süden zurückliegt – während Länder wie Polen, mit ähnlicher Geschichte, beim Wohneigentum weiter sind. Hinzu kommt: Viele Mieterinnen und Mieter in Ostdeutschland überweisen ihre Miete an westdeutsche private oder institutionelle Eigentümer. Das nährt das Gefühl, dass andere reicher werden, während man selbst trotz ordentlicher Lebensführung nicht vorankommt. Alte Erfahrungen mit der Treuhand, neue Beispiele wie die geplatzte Intel-Investition in Brandenburg oder die Erwartungen rund um Teslas Gigafactory verstärken den Eindruck, dass über Chancen und Milliarden anderswo entschieden wird, während vor Ort vor allem höhere Mieten und Unsicherheit ankommen.</p><p><br></p><p>Die Karte zur Wohneigentums-Verteilung in Deutschland: https://www.deutschlandatlas.bund.de/DE/Karten/Wie-wir-wohnen/Eigentumsquote.html </p>","author_name":"IIB Institut"}