{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/60ddd7aff37f1600129757d8/6a16cd59cb11d38a8b259e93?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Irankrieg: Krise internationaler Glaubwürdigkeit | Von Claudia Töpper","description":"<p><em>Ein Kommentar von&nbsp;</em><strong><em>Claudia Töpper.</em></strong></p><p>Laut der iranischen Nachrichtenagentur, IRNA (Islamic Republic News Agency; zu Deutsch: Nachrichtenagentur der Islamischen Republik) gab der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai am Montag, den 18. Mai 2026 in seinem wöchentlichen Briefing bekannt, dass der Iran den USA am vergangenen Sonntag einen neuen Vorschlag unterbreitet habe.(1) Wörtlich sagte Baghai:</p><blockquote>„<em>Letzte Woche erhielten wir, obwohl die amerikanische Seite öffentlich verkündet hatte, dass [unser Vorschlag] abgelehnt worden sei, über den pakistanischen Vermittler eine Reihe überarbeiteter Punkte und Überlegungen, die ihre Ansichten widerspiegelten.“ (2)</em></blockquote><p>Nachdem die politische Führung des Irans diese jüngsten Vorschläge <em>\"in den vergangenen Tagen geprüft\"</em> habe, übermittelte sie nun ihre Antwort am Sonntag <em>\"bereits über denselben [pakistanischen] Kanal an Washington</em> […].“ Zusätzlich erklärte Baghai:</p><blockquote><em>„Der Prozess wird also über Pakistan fortgesetzt.\" (3)</em></blockquote><p><strong>Details zum Vorschlag</strong></p><p>Genaue Details zu dem unterbreiteten Vorschlag sind nicht bekannt. Es scheint jedoch so, dass der Hauptstreitpunkt nach wie vor das iranische Atomprogramm ist. (4) Ismail Baghai wies in der Pressekonferenz am Montag darauf hin, dass das Recht des Irans, Uran anzureichern, nach dem Nichtverbreitungsvertrag (NVV) weiterhin bestehe und nicht verhandelbar sei. (5) Des Weiteren fügte er laut der Nachrichtenagentur Mehr hinzu, dass der derzeitige Fokus des Irans darauf liege, den Krieg zu beenden und Teheran keine Kompromisse bei seinen nuklearen Rechten eingehen werde. Zudem hätten keine detaillierten Diskussionen über Atomfragen stattgefunden. Der Iran beobachte die Entwicklungen sehr genau und konzentriere sich nach wie vor auf die nationalen Interessen am Verhandlungstisch – unabhängig von Drohungen. Teheran lasse sich nicht von widersprüchlichem Verhalten der gegnerischen Parteien beeinflussen. Baghai betonte,</p><blockquote><em>„dass sich der Iran auf jedes Szenario vorbereitet habe und sich mit voller Kraft gegen jede rücksichtslose Aktion verteidigen werde.“</em></blockquote><p>Zum Schluss fügte er noch hinzu, dass</p><blockquote><em>„die iranischen Streitkräfte Überraschungen haben werden“</em>. (6)</blockquote><p><strong>Das Verhandlungsdilemma</strong></p><p>Während der Iran erklärt, dass die Einstellungen der Kampfhandlungen – insbesondere Israels Angriffe auf den Libanon als Vorbedingung für Verhandlungen gelten, teilte die USA mit, dass sie erst jegliche Bombardierungen langfristig einstellen werden, wenn es <em>„bestimmte“</em> Verhandlungsergebnisse gibt. (7)</p><p>Da die USA nicht darauf eingehen, welche <em>„bestimmten“</em> Verhandlungsergebnisse sie fordern, kann hier nur spekuliert werden. Laut Tagesschau.de hat die USA einen Fünf-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt, der besagt, dass der Iran nur noch eine Atomanlage betreiben dürfe und seinen Bestand an hochangereichertem Uran an die USA aushändigen müsse. (8)</p>","author_name":"apolut"}