{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/60ddd7aff37f1600129757d8/69e6199e6eeb59e2ba6cc5fd?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Trump vs. Papst: Krieg im Namen des Herrn? | Von Paul Clemente","description":"<p><strong>Streit mit Trump: Papst hat keine Lust mehr</strong></p><p><em>Ein Kommentar von</em><strong><em>&nbsp;Paul Clemente.</em></strong></p><p>Papst zu sein war auch mal leichter. Bereits der Vorgänger des amtierenden Leo XIV., Papst Franziskus, wurde kaum noch aus theologischer Perspektive beurteilt. Im säkularen Westen gilt auch für den Pontifex: Die politische Haltung zählt. Sonst nichts. Damit wird er zum Gladiator in der Diskurs-Arena erklärt. Das aber hat wenig mit seinem Job zu tun.&nbsp;</p><p>Im Falle des gegenwärtigen Papstes Leo XIV. hat sich dieses Malheur noch verschärft: Als US-Staatsbürger, geboren in Chicago, provoziert&nbsp;jedes Wort, das er zur globalen Politik äußert, automatisch ein Echo aus Washington. Anscheinend hält US-Präsident Trump den Papst für seinen persönlichen Stellvertreter in Europa. Da provoziert öffentlicher Widerspruch schnell einen Zornausbruch. Etwa wenn Leo XIV. den US-Angriff gegen<strong> </strong>Iran verurteilt. Kein Wunder, schließlich versucht Trump seine Ressourcen-Geilheit als christliche Wohltat zu tarnen.&nbsp;</p><p>In den sozialen Plattformen kursieren KI-Bilder von ihm als Jesus Christus. Damit erklärt Trump sich zur Reinkarnation des Auferstandenen. Es ist erstaunlich, dass Trump – ganz nach dem Vorbild von Heinrich VIII. – keine eigene Kirche gründet. Weiß er doch am besten, was Jesus wirklich will: Als sein Bombardement&nbsp;in die sechste Woche ging, und kein Ende absehbar war, war sich der ehemalige Baulöwe sicher: Gott selbst wolle, dass die Vereinigten Staaten das tun:</p><blockquote>„Ja, das glaube ich, denn Gott ist gut.“&nbsp;</blockquote><p>Der Allmächtige unterstütze&nbsp;das Handeln der USA, auch wenn der Weltenschöpfer über die Gewalt betrübt sei. In dem Punkt ergeht es dem Präsidenten wie dem Papst:</p><blockquote>„Gott gefällt nicht, was geschieht. Mir gefällt nicht, was geschieht.“</blockquote><p>Aber leider nimmt ihm das keiner ab: <em>„Alle sagen, ich würde es genießen“</em>, jammert Trump, <em>„Ich genieße das nicht. Ich genieße es nicht.“</em> Immerhin: Ein Minimum an Verantwortung will Trump nicht abstreiten. O-Ton:</p><p><em>„Gott will, dass für die Menschen gesorgt wird.</em>“</p><p>Ein gewagtes Statement nach tausenden Toten im Iran und 13 gekillten US-Soldaten.</p><p>Tatsächlich deutet mancher Journalist das Bombardieren des Irans als Religionskrieg – Diese Vermutung stützt sich auf ein weiteres Statement des US-Präsidenten:</p><blockquote>„Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben - Passt nur auf! Allah sei gepriesen“.</blockquote><p>Ein Imam aus dem US-Bundesstaat Michigan, Steve Elturk, verurteilte Trumps Beitrag als</p><blockquote>„gefährliche Eskalation, die sowohl die internationale Stabilität als auch das moralische Gefüge des öffentlichen Diskurses untergräbt“.</blockquote><p>Aber nicht nur Trump. Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth weiß Gott auf der Seite der Amis. Die Rettung eines US-Soldaten vergleicht er mit Christi Tod und Auferstehung:</p><blockquote>„Sehen Sie, am Freitag abgeschossen, am Karfreitag; den ganzen Samstag in einer Höhle, einer Felsspalte, versteckt; und am Sonntag gerettet. Am Ostersonntag bei Sonnenaufgang aus Iran ausgeflogen, ein wiedergeborener Pilot.“&nbsp;</blockquote><p><br></p><p>...https://apolut.net/trump-vs-papst-krieg-im-namen-des-herrn-von-paul-clemente/</p>","author_name":"apolut"}