{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/60ddd7aff37f1600129757d8/69e0b89bde282b9272e5a239?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Orban wankte – und fiel | Von Tilo Gräser","description":"<p><strong>Ungarn hat gewählt. Viele hoffen, dass die EU ihre Probleme löst – ein möglicher Irrtum</strong></p><p><em>Ein Kommentar von </em><strong><em>Tilo Gräser</em></strong><em>.</em></p><p>„Orban wankt“ habe ich im Juni vergangenen Jahres nach einem meiner Aufenthalte in Ungarn <a href=\"https://apolut.net/orban-wankt-ungarische-impressionen-von-tilo-graser/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><u>geschrieben</u></a>. In dem Beitrag habe ich auf eine Stimmung in dem Land an Donau und Theiß aufmerksam gemacht, die in Richtung Veränderung nach 16 Jahren Amtszeit von Viktor Orbán drängte. Nun ist der dienstälteste Ministerpräsident innerhalb der Europäischen Union (EU) gewissermaßen gefallen. Dafür dürften zuallererst innenpolitische Themen und Probleme gesorgt haben, und eben der Wunsch insbesondere der jungen Ungarn nach Veränderung. Natürlich reichen die Folgen weit über das Land hinaus.</p><p>Den bisherigen <a href=\"https://magyarnemetintezet.hu/documents/doc/Wahlbericht%202026.pdf?ref=apolut.net\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><u>Angaben</u></a> nach erhielt am Sonntag die Tisza-Partei um Herausforderer Péter Magyar knapp über 53 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das Bündnis aus Fidesz und der Partei KDNP um Orbán kam auf etwas über 38 Prozent. Nach 16 Jahren im Amt muss Orbán das nun wieder abgeben. Gemeldet wurde eine hohe Wahlbeteiligung von fast 80 Prozent. Demnach bekommt die Tisza-Partei 138 der 199 Sitze im Parlament und damit die für grundlegende <a href=\"https://www.infosperber.ch/politik/welt/falls-orban-verliert-was-trotzdem-alles-beim-alten-bleibt/?ref=apolut.net\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><u>Gesetzesänderungen</u></a> notwendige Zweidrittelmehrheit. Fidesz und KDNP kommen nur noch auf 55 von bisher 135 Abgeordneten. Die restlichen sechs Sitze bekommt die kleine Partei Mi Hazánk Mozgalom (Unsere Heimat Bewegung), die als „rechtsextrem“ und „prorussisch“ bezeichnet wird.</p><p>Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über Einschätzungen gegeben werden, die im deutschen Medienmainstream eher selten zu finden sind, die aber auf interessante Aspekte aufmerksam machen.</p><p>Zu den Ursachen für den Wahlausgang wird unter anderem die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage Ungarns gezählt, die sich auf den Lebensstandard seiner Bürger spürbar auswirkt. Noch am 11. April hatte die Zeitung <em>Das Handelsblatt</em> den „wirtschaftlichen Niedergang“ des Landes <a href=\"https://www.handelsblatt.com/politik/international/parlamentswahl-ungarns-wirtschaftlicher-niedergang-in-sechs-grafiken/100213459.html?ref=apolut.net\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><u>beschrieben</u></a> und als Schlussfolgerung einen „Regimewechsel“ in Budapest <a href=\"https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-es-ist-zeit-fuer-einen-regimewechsel-in-ungarn-01/100214998.html?ref=apolut.net\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><u>gefordert</u></a>. Zumindest hieß es dabei:</p><blockquote>„Das Haushaltsproblem besteht seit der Coronapandemie, als der Staat hohe Schulden aufnehmen musste. Es verschärfte sich 2022, als die EU-Kommission aufgrund von Rechtsstaatsverstößen der Orban-Regierung Fördermittel in Milliardenhöhe zurückhielt.“</blockquote><p>Bei der Aufzählung der Faktoren und Ursachen für die schlechter werdenden Wirtschaftszahlen ließ das Blatt nicht nur die politischen Ursachen der Corona-Krise, sondern auch etwas anderes Wichtiges aus: Durch die enge Verflechtung der ungarischen Wirtschaft mit bundesdeutschen Unternehmen wirkt sich der Konjunkturrückgang in Deutschland – dem wichtigsten Handelspartner Ungarns – auch auf diese aus. Darauf machte der ungarische Journalist Gabór Stier gegenüber der russischen Nachrichtenagentur <em>Tass</em> am Montag <a href=\"https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/27084627?ref=apolut.net\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><u>aufmerksam</u></a>. Aus seiner Sicht kommt der Konflikt in der Ukraine hinzu, der Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland nach sich zog, der sich ebenfalls „äußerst negativ“ auf die Lage im Land auswirke.</p><p><br></p><p>...https://apolut.net/orban-wankte-und-fiel-von-tilo-graser/</p>","author_name":"apolut"}