{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/45033096-220b-4490-b648-7e822e82ccde/6a985221be98057961961121?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Spaziergang nach Syrakus","thumbnail_width":200,"thumbnail_height":200,"thumbnail_url":"https://open-images.acast.com/shows/611a543106c05ea760f404b2/1788367351374-1d3e0893-7c2c-4fc0-812e-bef6d442ee6e.jpeg?height=200","description":"<p><strong>260903PC Spaziergang nach Syrakus</strong></p><p><strong>Mensch Mahler am 03.09.2026</strong></p><p><br></p><p>Freiheit wird zur unstillbaren Sehnsucht, wenn man sie nicht hat.&nbsp;&nbsp;So erging es auch Paul Gompitz.&nbsp;Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz, genial gespielt von Charly Hübner. Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottfried Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982 und Paul lebt in der DDR. Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Eine Studienreise? Alles wird abgelehnt! Was bleibt ihm anderes übrig? Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach&nbsp;&nbsp;auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne, gespielt von der großartigen Lina Beckmann. Paul ersinnt einen verwegenen Plan …</p><p>Regisseur Lars Jessen&nbsp;&nbsp;erzählt in SPAZIERGANG NACH SYRAKUS von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren. Der Film entstand nach Motiven des Romans „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius, der wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Mit feinem Humor und großen Emotionen blickt der Film auf deutsche Geschichte – und verhandelt dabei erstaunlich gegenwärtig das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zugehörigkeit sowie die Frage, wie weit man gehen kann, ohne den anderen zu verlieren.</p><p>Wer seiner eigenen Zerrissenheit zwischen Freiheit und Bindung auf die Spur kommen will, der sollte unbedingt in diesen Film gehen. Mir ging es auf jeden Fall so, dass ich es emotional sehr tief gespürt habe: Ja, ich will ausbrechen aus den Gefängnissen, die das Leben um mich herum aufgebaut hat und an denen ich kräftig mitgebaut habe. Flucht wäre da eine Lösung, wenn es nicht diesen Wunsch nach Heimat, nach Verwurzelung und nach Zugehörigkeit gäbe.</p><p><br></p><p>Ich zitiere ein altes Volkslied:</p><p>Andre, die das Land so sehr nicht liebten</p><p>War'n von Anfang an gewillt zu geh'n</p><p>Ihnen – manche sind schon fort – ist besser</p><p>Ich doch müsste mit dem eig'nen Messer</p><p>Meine Wurzeln aus der Erde dreh'n!</p><p><br></p><p>Damit ist alles gesagt. Und: schaut euch „Spaziergang nach Syrakus“ im Kino an. Um eurer Sehnsucht und eurer Liebe und Loyalität auf die Spur zu kommen. Auch, wenn ihr nicht Paul oder Anne heisst.&nbsp;</p>","author_name":"Günter Mahler- PODCAST EINS"}