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Alte Schule - Die goldene Ära des Automobils
Dr. Ulrich Eichhorn (Teil 2) – Ein-Liter-Auto, Nardò und Bentley
Als Ferdinand Piëch Dr. Ulrich Eichhorn im Jahr 2000 zu Volkswagen holte, begann für ihn eine Zeit, die selbst heute kaum zu glauben ist. Als Leiter der Konzernforschung war er plötzlich mittendrin in einigen der faszinierendsten Projekte der Automobilgeschichte.
Im zweiten Teil unseres Gesprächs erzählt Dr. Eichhorn von den regelmäßigen Besuchen Ferdinand Piëchs, von dessen kompromisslosem Anspruch und von einer Zeit, in der Ingenieure die Freiheit hatten, scheinbar Unmögliches möglich zu machen.
Es geht um die Entstehung des legendären Ein-Liter-Autos, um die Rekordfahrten in Nardò mit dem W12-Prototypen und um die technischen Herausforderungen hinter einem Fahrzeug, das mehr als 24 Stunden mit über 300 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit absolvierte.
Außerdem spricht Dr. Eichhorn über seine Zeit als Entwicklungsvorstand von Bentley, den Neustart der traditionsreichen Marke unter Volkswagen und die Entstehung des Continental GT, der Bentley Anfang der 2000er Jahre neu definierte.
Ein Gespräch über Ferdinand Piëch, technische Grenzgänge, Zwölf- und Sechzehnzylinder, den W12-Weltrekordwagen, das Ein-Liter-Auto und eine Zeit, in der bei Volkswagen nahezu alles möglich schien.
- Der Wechsel zu Volkswagen und die ersten Begegnungen mit Ferdinand Piëch
- Die Arbeitsweise der Konzernforschung
- Das Ein-Liter-Auto und seine technische Entwicklung
- Die Rekordfahrten von Nardò
- W12-Motor und Weltrekorde
- Die Bedeutung der Nardò-Projekte für spätere Hochleistungsfahrzeuge
- Die Philosophie Ferdinand Piëchs
- Die Modernisierung der Marke Bentley unter Volkswagen
- Die Entwicklung des Continental GT
- Zwölf-, Sechzehnzylinder und verworfene Konzepte
Viel Spaß mit Dr. Ulrich Eichhorn.
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355. Schnitzer Classic – Erinnerungen an eine Motorsport-Legende
01:27:57||Ep. 355Diese Folge ist eine kleine Zeitreise durch mehrere Jahrzehnte Schnitzer-Motorsport – aufgenommen live beim Oldtimer Grand Prix 2026 am Nürburgring.Ich habe dort die Schnitzer Classic Talks moderiert und für diese Folge drei Mitschnitte zusammengestellt.Zum Auftakt erzählt Bruno Spengler von seinem Wechsel zu BMW und Team Schnitzer, vom DTM-Comeback 2012 und von jener Saison, in der er gleich im ersten Jahr den Meistertitel gewann. Er erinnert sich an Charlie Lamm, Herbert Schnitzer und an eine Mannschaft, die für ihn weit mehr war als nur ein Rennteam.Im zweiten Talk wird die Bühne dann richtig voll: Rainer Braun, Herbert Schnitzer Junior, Altfried Heger, Kris Nissen, Armin Hahne, Leopold Prinz von Bayern und Harald Grohs blicken zurück auf große Rennen, wilde Anekdoten und eine Zeit, in der Motorsport manchmal noch etwas improvisierter funktionierte. Es geht unter anderem um den BMW 635 CSi, Spa-Francorchamps, die DTM, 24-Stunden-Rennen und viele persönliche Erinnerungen an Schnitzer.Zum Abschluss sprechen Dirk Adorf und Uwe Alzen über die Langstreckenära und insbesondere über das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2010. Uwe erzählt, wie Schnitzer den Sieg trotz Getriebeproblemen bis ins Ziel rettete – und warum dieser Erfolg bis heute zu seinen emotionalsten Erinnerungen gehört.Drei Gespräche, mehrere Generationen und immer wieder dieselbe Erkenntnis: Schnitzer war nicht nur eines der erfolgreichsten deutschen Rennteams, sondern für viele Fahrer tatsächlich eine Familie.Und die Schnitzer-Wochen bei Alte Schule gehen weiter: In der kommenden Folge ist Herbert Schnitzer Junior ausführlich zu Gast und erzählt von seiner Kindheit zwischen Werkstatt und Rennstrecke, seinem eigenen Weg im Familienunternehmen, Charlie Lamm und dem Ende der Zusammenarbeit mit BMW.
354. Tobias Moers (AMG & Aston Martin)
49:54||Ep. 354Mit dem SLS AMG beginnt für Tobias Moers und AMG ein völlig neues Kapitel. Aus dem Veredler von Mercedes-Modellen wird ein Hersteller eigener Sportwagen – und aus dem Ingenieur einer der wichtigsten Köpfe hinter den bekanntesten AMG-Modellen der vergangenen Jahrzehnte.In diesem zweiten Teil sprechen wir über den technisch extrem anspruchsvollen AMG One, dessen Entwicklung zahlreiche Herausforderungen mit sich brachte. Nach AMG wechselte Moers an die Spitze von Aston Martin. Wir sprechen über die Unterschiede zwischen deutscher und britischer Ingenieurskultur, den DBX als wirtschaftlichen Wendepunkt und die Zusammenarbeit mit Lawrence Stroll.Zum Abschluss blicken wir auf das ambitionierte Piëch-Projekt (dem wir schon einen eigenen Podcast gewidmet hatten) und diskutieren die Zukunft des Sportwagens zwischen Elektrifizierung und klassischem Verbrennungsmotor.Ein Gespräch über Technik, Leidenschaft und die Menschen hinter einigen der faszinierendsten Sportwagen der vergangenen drei Jahrzehnte.
353. Tobias Moers (AMG) – Wie aus einer kleinen Werkstatt eine Weltmarke wurde
01:35:10||Ep. 353Als Tobias Moers 1994 zu AMG kam, war die Marke noch weit von ihrem heutigen Mythos entfernt. Statt eigener Sportwagen gab es eine kleine Werkstatt in Affalterbach, in der Serienfahrzeuge von Hand umgebaut wurden – ohne eigene Produktion, ohne Entwicklungsstrukturen und oft mit erstaunlich pragmatischen Lösungen.In dieser ersten Folge erzählt der langjährige AMG-Entwicklungschef und spätere Geschäftsführer, wie aus diesem mittelständischen Betrieb Schritt für Schritt ein weltweit erfolgreicher Performance-Hersteller wurde.Wir sprechen über seine ungewöhnlichen Anfänge beim Elektroauto Hotzenblitz, den Einstieg bei AMG, Hans Werner Aufrecht, die ersten C36- und E50-Modelle, den Aufbau der Motorenfertigung mit dem legendären "One Man – One Engine"-Prinzip und darüber, wie AMG sich nach der Übernahme durch Mercedes-Benz seine Eigenständigkeit bewahren konnte.Außerdem erklärt Tobias Moers, warum der SL 55 AMG mit Kompressor ein Meilenstein war, wie aus wenigen Ingenieuren eine komplette Fahrzeugentwicklung entstand und weshalb BMW M damals zum wichtigsten Maßstab für AMG wurde.
352. Gerd Brauneiser - Teil 2
58:01||Ep. 352Gerd Brauneiser ist zurück — und diesmal geht es noch tiefer in die Technik. Nach dem großen Feedback auf Teil 1 wollten viele Hörer wissen, warum seine Escorts und Capris wirklich so schnell waren.Gerd erklärt, warum nicht allein der Motor entscheidend war, sondern das gesamte Paket: Drehmoment, Getriebe, Achsübersetzungen, Sperren, Reifen, Fahrwerk und Prüfstandsarbeit. Dazu erzählt er von Ford-Homologationen, Jörg van Ommen, Olaf Manthey, Roland Asch, Protesten im Fahrerlager und Rennen in Brünn hinter dem Eisernen Vorhang.Eine Folge voller Technik, Kölner Direktheit und Motorsportanekdoten aus einer Zeit, in der Fahrerlager noch echte Abenteuerspielplätze waren.
351. Axel Breun Folge 2/2
01:24:02||Ep. 351Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Axel Breun geht es nach Frankreich – zu Renault. Nach seiner Zeit im Advanced Design Studio von Volkswagen folgt er Patrick Le Quément nach Paris und wird Teil einer Designabteilung, die sich gerade neu sortiert.Renault ist für Breun in vielerlei Hinsicht vertraut und fremd zugleich: einerseits ein stark vom Engineering geprägter Konzern, andererseits eine Marke mit ikonischen, eigenständigen Autos wie Renault 16, Renault 5 oder Espace. Dazu kommt die besondere französische Designkultur – mit mehr Mut, mehr Eigenwilligkeit, aber auch eigenen internen Reibungen.Besonders prägend wird für Axel Breun Renault Sport. Ab 2006 ist er für die RS-Derivate verantwortlich, arbeitet an Twingo, Mégane, Clio und sogar an Formel-Nachwuchsserien. Schon vorher hatte er sich mit einem Auto profiliert, das heute zu den verrücktesten Serienprojekten seiner Zeit zählt: dem Renault Clio V6. Breun erzählt, wie seine Entwürfe ausgewählt wurden, warum ihm die Türlinie und die hintere Schulter so wichtig waren und weshalb dieses Auto bis heute eine besondere Präsenz hat.Ein weiteres großes Thema ist Alpine. Immer wieder gab es bei Renault Versuche, diese Marke zurückzuholen – und immer wieder scheiterte es an Strategie, Budget oder Konzernrealität. Breun erzählt von der Faszination für die A110 Berlinette, von Renault Sport, von internen Diskussionen und von der langen Sehnsucht nach einer Wiederbelebung der Marke.Außerdem geht es um die spätere Renault-Designsprache, um Laurens van den Acker, um Concept Cars, um DeZir, Twin’Z, Twin’Run und die Frage, warum Autos heute wieder schöner, einfacher und weniger aggressiv werden sollten.In dieser Folge geht es um:– Renault als französisches Pendant zu Volkswagen– Patrick Le Quément und die Professionalisierung des Designs– Renault 16, Renault 5, Espace und die französische Formensprache– Renault Sport Design und die RS-Modelle– den Renault Clio V6 und seine besondere Entstehung– Mégane, Twingo, Nachwuchsrennwagen und Renault Sport– Alpine, A110 und die schwierige Rückkehr einer Legende– Laurens van den Acker und eine neue Renault-Designsprache– Schönheit, Einfachheit und Kritik an aggressivem Autodesign
350. Axel Breun Folge 1/2 Vom Autokind zum Autodesigner
58:28||Ep. 350Axel Breun wächst in einer Welt auf, in der Autos noch gezeichnet wurden. Sein Vater war Automobilillustrator und arbeitete für große Werbeagenturen und Hersteller – mit technischen Zeichnungen, Prospektillustrationen und sogenannten Phantom Drawings, lange bevor Computergrafik und Fotografie diese Arbeit verdrängten.Für Axel Breun beginnt die Faszination sehr früh: Käfer, Karmann Ghia, Citroën DS, 2CV – dazu das Atelier des Vaters mit Airbrush, Gouache, Pinseln und technischem Blick. Schnell ist klar: Er möchte nicht nur vorhandene Autos zeichnen, sondern eigene entwerfen.Der Weg dorthin ist allerdings alles andere als klassisch. Schule ist nicht sein Thema, die Zeichnungen im Matheheft sind besser als die Rechnungen. Nach einem Jahr im Atelier seines Vaters arbeitet er zunächst als Grafiker bei der Rhein-Neckar-Zeitung – bis er den Mut fasst, an auto motor und sport zu schreiben. Über die Schwesterzeitschrift MOT bekommt er seine ersten Aufträge als Neuheitenzeichner: Erlkönigfotos, Golf 2, Deadlines, Nachtschichten – und die ersten Kontakte in die Automobilwelt.Eines der ungewöhnlichsten Projekte dieser frühen Phase ist der Steinwinter-Truck: ein futuristisches Nutzfahrzeugkonzept, bei dem der Fahrer unter dem Container sitzt. Für Axel Breun wird daraus der Sprung vom Zeichner zum Gestalter – ohne Claymodell, ohne große Designabteilung, direkt von der Zeichnung in den Prototypenbau.Schließlich führt ihn ein mutiger Anruf zu Patrick Le Quément und ins Advanced Design Studio von Volkswagen in Düsseldorf. Dort trifft er auf ein internationales Team, arbeitet an Golf- und Seat-Projekten und lernt erstmals die Konzernrealität des Autodesigns kennen: große Ideen, starke Modelleure – und immer wieder der Satz: „Das geht nicht.“In dieser Folge geht es um:– Automobilillustration vor der Digitalzeit– Citroën DS, Karmann Ghia und frühe Prägungen– den Weg vom Grafiker zum Neuheitenzeichner– MOT, Erlkönigfotos und den VW Golf 2– den spektakulären Steinwinter-Truck– Patrick Le Quément und das Volkswagen Advanced Design Studio– Golf Cabrio, Seat One-Box und die Grenzen eines konservativen Konzerns– den Unterschied zwischen Zeichnen, Illustrieren und Gestalten
349. Roland Arnold: Vom Reifenhändler zum Erfinder der Zukunft des Automobils
01:27:17||Ep. 349Aus einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb in die Entwicklungsabteilungen der internationalen Automobilindustrie: Roland Arnold hat einen Weg eingeschlagen, den wohl niemand für möglich gehalten hätte.Was mit einem Reifenhandel und der Arbeit als Mähdrescherfahrer begann, nahm 1997 auf einer regennassen Autobahnraststätte eine völlig neue Richtung. Als Roland Arnold einem querschnittsgelähmten Mann hilft, zurück ins Auto zu kommen, lässt ihn eine Frage nicht mehr los: Warum kann jemand, der seinen Rollstuhl mit einem Joystick steuert, nicht auch selbst Auto fahren?Aus dieser Idee entsteht Paravan. Gegen alle Widerstände entwickelt Arnold eine Technologie, die schwerstbehinderten Menschen ihre Mobilität zurückgibt – und legt damit zugleich den Grundstein für eines der wichtigsten Zukunftsthemen der Automobilindustrie: Steer-by-Wire.In dieser Folge erzählt Roland Arnold von seiner Kindheit als Bauernsohn, den frühen Verlust seines Vaters, seinem ungewöhnlichen Weg zum Unternehmer, riskanten Entscheidungen, Millioneninvestitionen und davon, warum er gerade dann weitermacht, wenn alle anderen sagen: "Das geht nicht."Außerdem sprechen wir darüber,wie aus einer Hilfeleistung auf einem Autobahnparkplatz eine Weltneuheit entstand,warum ein Hubschrauber plötzlich zum Türöffner in die Chefetagen großer Zulieferer wurde,wie Paravan die ersten straßenzugelassenen Drive-by-Wire-Fahrzeuge entwickelte,weshalb Steer-by-Wire heute als Schlüsseltechnologie für autonomes Fahren gilt,warum Roland Arnold sein Unternehmen zwischenzeitlich verkaufte – und später wieder zurückholte,und weshalb ausgerechnet Menschen mit Behinderung den Weg für eine Technologie ebneten, die künftig in Millionen Fahrzeugen stecken könnte.Eine Geschichte über Erfindergeist, Hartnäckigkeit und den Mut, Dinge zu tun, die eigentlich unmöglich erscheinen.Viel Freude mit Roland Arnold.Ich möchte euch unbedingt die im Podcast erwähnte Biographie von Roland Arnold empfehlen: "Genial gezündet" heißt seine inspirierende Lebensgeschichte mit zahlreichen Bildern. (Link ist ein Affiliatelink, d.h. ich bekomme vom regulären Kaufpreis eine kleine Provision ab).Mehr Informationen über Paraval findet ihr hier.
348. Bernhard Wippern darüber, was einen Mercedes wirklich ausmacht.
01:39:51||Ep. 348Was macht einen Mercedes wirklich aus? Bernhard Wippern spricht über Qualitätsdenken bei Mercedes – von der Ära W126/W140 über Designo und Maybach bis zu CAN-Bus, Software und globalen Kundenanforderungen.Es geht um den Schock durch Toyota und „The Machine That Changed the World“, um Target Costing, japanische Kunden, die im Mercedes den Stern sehen wollten, 800 Varianten einer Hutablage, Sonderlacke, den Maybach W240 und die Frage, wie viel Entwicklungsarbeit in Details steckt, die man als Kunde oft gar nicht bewusst wahrnimmt.Ein Gespräch über Ingenieurskultur, Komfort, Variantenvielfalt und die große Frage, ob Mercedes heute wirklich zu langsam ist – oder einfach nach einem anderen Maßstab entwickelt.Themen: W126, W140, W203, Designo, Maybach W240, Mercedes-Qualität, Toyota-Vergleich, Target Costing, CAN-Bus, Software, Lackqualität, Sitzkomfort, Anfahrkomfort und globale Marktanforderungen.Videos mit Bernhard Wippern: Die S-Klasse im Wandel der ZeitDie Geschichte der E-Klasse