Der Krebs Podcast

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Der erbliche Brustkrebs - wie gefährdet ist meine Familie?

Ep. 12

Warum ist eine genetische Testung gerade in der letzten Zeit so wichtig geworden? Was bedeutet erblicher Brustkrebs? Was ist BCRA und gibt es da verschiedene? Wie sieht eine gute Diagnostik bei erblichem Brustkrebsrisiko aus? Können auch Männer betroffen sein? Wer in der Familie sollte sich auch testen? Wo kann ich mich hinwenden?

Mit Prof. Dr. med. Dorothee Speiser sprach Dr. med. Robert Armbrust in der aktuellen Folge um den erblichen Brustkrebs, die medizinischen Hintergründe einer erblichen Erkrankung und welche Test- und Vorbeugungsmöglichkeiten heutzutage existieren.

Referenten:

Prof. Dr. med. Dorothee Speiser (Stv. Klinikdirektorin und Leiterin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Charité, CCM)

Dr. med. Robert Armbrust (Oberarzt, Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie, Charité)

Webseiten:

https://www.brca-netzwerk.de/

https://www.krebs-podcast.de/.


Dieser Podcast wird unterstützt von der Hexal AG, Industrie Straße 25 in 83607 Holzkirchen. Die Hexal AG ist jedoch nicht für den Inhalt des Vortrags verantwortlich.


Die genetische Testung ist wichtig, weil es mehr Gene gibt, die relevant sind, die Diagnostik besser ist und es mehr therapeutische Entscheidungen gibt, die auf die Genomik basieren. Der Unterschied zwischen einer genetischen Veranlagung und einer erblichen Veranlagung besteht darin, dass erstere durch eine Veränderung in den Genen verursacht wird, während letztere in der Familie weitergegeben werden kann.

BRCA1 und BRCA2 sind Tumorsuppressorgene, die eine wichtige Rolle bei der DNA-Reparatur spielen. Das BRCA-Gen ist wichtig für die DNA-Reparatur, und wenn es mutiert ist, kann dies zu Tumorwachstum führen.

Dr. Dorothee Kaiser erklärt, dass es wichtig ist, individuelle Ansätze zu finden und dass die Genomik ein wichtiger Baustein dabei ist. 30 % aller Brustkrebspatientinnen haben eine familiäre Vorbelastung, und in diesem Zentrum hofft man, alle von ihnen testen und beraten zu können. BRCA-Mutationen scheinen einige aggressivere Tumore hervorzurufen und die Betroffenen reagieren prinzipiell besser auf eine Chemotherapie.

Es gibt in Deutschland 23 familiäre Brut- und Eierstock Zentren, die als Konsortium an Unikliniken zusammengefasst sind. Jedes Zentrum hat Kooperationspartner von zertifizierten Brust- und gynäkologischen Tumorzentren.

https://www.brca-netzwerk.de/ Angehörige von Menschen mit Brustkrebs sollten sich an das Brustkrebs-Netzwerk oder die FBREK-Zentren wenden, um sich beraten zu lassen. Bei Männern mit BRCA assoziierten Erkrankungen ist das Risiko für Brustkrebs, Prostatakrebs und andere Krebsarten erhöht.

Die Empfehlungen für die Entfernung der Eierstöcke bei Personen, die das BRCA-Gen tragen, sind aktuell unklar, was zu Schwierigkeiten führen kann, wenn es um Kinderwunsch, Familienplanung oder den Hormonhaushalt geht. Die individuelle Risikoanalyse ist entscheidend für die Frage, wann eine prophylaktische Entfernung von Eierstockkrebs erfolgen sollte. In über 87% der Fälle, wenn Brustkrebs im Rahmen einer familiären Belastung entsteht, kann es früh entdeckt werden.

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More Episodes

9/15/2022

Gebärmutterkörperkrebs Rezidiv

Ep. 16
Rezidiv Therapie bekommt immer einen höheren Stellenwert in der Medizin. Mediziner, aber auch Sie als Angehörige und Patientinnen wissen, dass eine der Hauptsorgen bei einer Krebserkrankung ist: Kommt der Krebs wieder? Und wie wird das Rezidiv eigentlich erkannt? Deswegen wollen wir uns heute damit beschäftigen: Wie erkennt man das Rezidiv? Und was haben wir für therapeutische Möglichkeiten? Was bedeutet Immuntherapie? Ist es denn tatsächlich so, dass über die Nachsorge die meisten Rezidiv erkannt werden? Was sind was die wichtigsten und häufigsten Symptome, wie Luftnot, Schmerzen im Bein, Blutung, Nierenschmerzen, Ausfluss?Studien Portal: www.studienportal-gyn.deWebseite: https://www.krebs-podcast.deReferenten:Prof. Dr. med. Dr. h.c. Sehouli (Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie (CVK) und Klinik für Gynäkologie (CBF), Charité Berlin)Dr. med. Robert Armbrust (Oberarzt, Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie, Charité Berlin)Erfahren Sie in dieser von vier Folgen alles Rezidiv Therapie des Gebärmutterkörperkrebses. Erste Folgen zu der Serie Endometrium Karzinom: Folge 13-14. Diese Folge des Krebspodcast wird unterstützt durch GlaxoSmithKline (GSK). GSK ist jedoch nicht für den Inhalt des Vortrags verantwortlich. Thema und Inhalt obliegen der wissenschaftlichen Freiheit der Referenten.In dieser Podcast-Episode wird über das Rezidiv von Gebärmutterkörperkrebs und die Möglichkeiten der Therapie gesprochen Nachsorge ist wichtig, sollte länger als 5 Jahre sein, und kann viele Jahre später auftreten. Trotz aller Vorsorge, können Tumoren in der Nachsorge wieder entdeckt werden. Daher sollten Patienten mit Beschwerden nicht erst auf den Termin in der Nachsorge warten, sondern das abklären lassen. Das Wichtigste ist, dass man daran denkt, nicht alle in Panik bringt, aber dann Schritt für Schritt nach untersucht. Die Diagnose eines Tumors erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus verschiedenen Untersuchungsmethoden, Ultraschall, Computertomografie und Magnetresonanztomografie. Die Blutwerte sind nicht immer ausschlaggebend. Untersuchungen sollten nur bei Bedarf durchgeführt werden, um Schäden durch unnötige Röntgenstrahlung zu vermeiden. Die routinemäßige Verwendung von Computertomografie bei Patientinnen, die wegen eines Tumors operiert wurden, ist sinnlos. Die Ultraschalluntersuchung des Bauches und der und über die Scheide sollten Standard sein. Die Immuntherapie ist ein großes Thema, weil wir immer mehr lernen, dass das Immunsystem nicht nur die klassischen weißen Blutkörperchen sind, sondern alle Zellen, die letztlich mehr oder weniger das Immunsystem mit positiv beeinflussen, direkt und indirekt. Inzwischen kann man bei vielen Tumoren, inklusive Gebärmutterkörperkrebs, eine chemotherapiefreie Therapiestrategie anwenden. Immuntherapie ist eine neue Art der Krebstherapie, die das Immunsystem des Patienten gegen den Krebs richtet die auch in der Behandlung von Hautkrebs wie auch bei anderen Tumoren, inklusive Gebärmutterkörperkrebs eine Revolution ist. Es gibt verschiedene Arten der Immuntherapie, die für verschiedene Situationen zugelassen sind. Ob eine Person für eine bestimmte Art der Immuntherapie geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu sind Studien auch bei Ersttherapie im Gange.
9/8/2022

Vorbereitung vor der Krebstherapie

Ep. 15
Gebärmutterkörperkrebs kann einen sehr beunruhigenden und verwirrenden Zeitpunkt darstellen. Viele Patientinnen haben viele Fragen und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Patientinnen fragen sich oft, was sie selbst machen können, um die Behandlung zu unterstützen. Wie findet man eigentlich das richtige Zentrum? Wo finde ich Informationen über Studien zum Gebärmutterkörperkrebs. In dieser Podcastfolge möchten wir einige Tipps und Hinweise geben, worauf Sie vor und während einer Krebstherapie achten sollten. Dazu gehört zum Beispiel, sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und herauszufinden, welche für Sie die Beste ist. Sie sollten auch einen Ernährungsplan erstellen, um sicherzustellen, dass Sie während der Behandlung ausreichend Nährstoffe zu sich nehmen. Alle Disziplinen in den Behandlungsplan einbeziehen. Studien Portal: www.studienportal-gyn.deWebseite: www.krebs-podcast.de Referenten:Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli (Direktorder Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie (CVK) undKlinik für Gynäkologie (CBF), Charité Berlin)Dr. med. Robert Armbrust (Oberarzt, Klinik fürGynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie, Charité Berlin) Erfahren Sie in dieser von vier Folgen alles über  alles über die Vorbereitung auf die Therapie des Gebärmutterkörperkrebses.Erste Folge der Gebähmutterkrebs-Serie über die neuesten Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie des Gebärmutterkörperkrebses. Diese Folge des Krebspodcast wird unterstützt durch GlaxoSmithKline (GSK). GSK ist jedoch nicht für den Inhalt des Vortrags verantwortlich.Thema und Inhalt obliegen der wissenschaftlichen Freiheit der Referenten.
8/31/2022

Endometrium Karzinom - Diagnostik

Ep. 14
Gebärmutterkörperkrebs ist nach dem Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart, die vorwiegend Frauen im reproduktiven Alter betrifft. Durch die Tatsache, dass wir Menschen immer älter werden und letztlich auch immer weniger bewegen, nimmt auch die Zahl der Frauen mit Gebärmutterkörperkrebs deutlich zu. Die Inzidenz ist steigend auf 11.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Die Diagnose, Therapie und Nachsorge des Gebärmutterkörperkrebses sind komplex und bedürfen einer sorgfältigen Planung. In diesem Podcast geben Dr. med. Robert Armbrust (Link) und Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli (Link) einen Überblick über die entscheidenden Fragen in der Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Endometriumkarzinom. Wir erleben durch die neuen Immuntherapien eine ganz neue Dynamik in der Behandlungsstrategie beim Gebärmutterkörperkrebs. Wo der Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland durch eine Vorsorgeuntersuchung Screening Untersuchung gut abgedeckt ist, erkennt man den Gebärmutterkörperkrebs an bestimmten Leitsymptomen. Gerade in der Therapie ist eine Abwägung von Strahlen, Chemo oder Immuntherapie je nach Risikogruppe unerlässlich. Unter anderem legen wir auch ein Hauptaugenmerk auf die Nachsorge, die gerade bei Gebärmutterkörperkrebs Patientinnen mit einem Nachsorge Konzept durchdacht sein sollte.Webseite: www.krebs-podcast.deReferenten:Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli (Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie (CVK) und Klinik für Gynäkologie (CBF), Charité Berlin)Dr. med. Robert Armbrust (Oberarzt, Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie, Charité Berlin)Erfahren Sie in dieser von vier Folgen alles über die neuesten Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie des Gebärmutterkörperkrebses. Diese Folge des Krebspodcast wird unterstützt durch GlaxoSmithKline (GSK). GSK ist jedoch nicht für den Inhalt des Vortrags verantwortlich. Thema und Inhalt obliegen der wissenschaftlichen Freiheit der Referenten.